Welt-Rheumatag

Am heutigen Freitag, den 12.10.18, ist der Welt-Rheumatag

Definition

Rheuma ist ein altgriechischer Begriff und bedeutet auf Deutsch so viel wie „fließen“, „Fluss“ oder „Strömung“. Dieser Name kam zustande, da die Menschen in der Antike davon ausgegangen sind, dass Rheuma schleimige Flüssigkeitsströme sind, die vom Kopf herab in die verschiedenen Körperteile fließen und dort Schmerzen auslösen.

Heute legt die WHO fest, dass Rheuma ein Überbegriff für mindestens 150 verschiedene Erkrankungen ist, welche sich auf die Bewegungsorgane auswirken. In den meisten Fällen sind sie mit Bewegungseinschränkung und auch Schmerzen verbunden.

Klassifizierung

Da wir heute wissen, dass es viele Erkrankungen gibt, die gerne unter dem Begriff „Rheuma“ zusammengefasst werden, gibt es den medizinisch korrekten Ausdruck des „rheumatischen Formenkreises“. Darin werden vier Hauptgruppen unterschieden:

  • Entzündlich-rheumatische Erkrankungen

    Bei dieser Gruppe findet die Entzündung nicht isoliert an einer Stelle statt, sondern kann den ganzen Körper befallen. Oft ist dieser Vorgang auch durch bestimmte Entzündungs-Marker im Blut nachweisbar.
    Die bekanntesten zu dieser Gruppe zählenden Erkrankungen sind die chronische Polyarthritis und auch chronische Darmentzündungen wie Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn. Die den Darm betreffenden Entzündungen werden zu den Spondyloarthritiden gezählt.
    Eine Besonderheit stellt die Arthritis des Kindesalters (Juvenile idiopatische Arthritis) dar. Das macht deutlich, dass rheumatische Erkrankungen nicht nur eine Alterskrankheit sind.

  • Degenerative rheumatische Gelenkerkrankungen (Arthrosen)

    Wie der Name schon vermuten lässt, entstehen bei dieser Erkrankung degenerative Schäden an den Gelenken. Diese beeinflussen also nachhaltig die Struktur und Funktion der betroffenen Körperstelle. Besonders häufig ist die Knorpelbeschaffenheit von z.B. Hüft- oder Kniegelenk betroffen.

  • Rheumatische nichtentzündliche Erkrankungen der Weichteile

    Diese Untergruppe betrifft den Großteil der Menschheit, was damit zusammenhängt, dass jeder im Laufe des Lebens seine Muskeln schon mal überlastet oder Sehen reizt – mehr steckt nicht hinter dieser Kategorie. Es handelt sich um nichtentzündliche Erkrankungen der Weichteile, was bedeutet, dass keine Gewebe oder Knorpel zerstört werden und die betroffenen Körperstellen sich wieder regenerieren.

  • Stoffwechselstörungen mit rheumatischen Beschwerden

    Zu dieser Hauptgruppe zählen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, die außerhalb der Bewegungsorgane auftreten. Allen voran sind Stoffwechselerkrankungen wie die Osteoporose. Ebenso unter diese Kategorie fällt die Gicht. In diesem Falle ist der Harnsäurestoffwechsel gestört, sodass sich sogenannte Harnsäurekristalle in den Gelenken anreichern, die zu Entzündungen und anfallartigen Schmerzen führen können.

Ernährung

Zu allererst gilt zu sagen, dass bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen eine schuldmedizinische Medikation sowie Bewegung notwendig sind. Über die Ernährung können wir Beschwerden mildern, die Erkrankung jedoch nicht heilen. Deswegen ist es unbedingt wichtig zu erwähnen, dass eine gesunde Lebensweise mit einer abgestimmten Ernährung keine medikamentöse Therapie ersetzt, sondern eine ergänzende Methode darstellt.

Es ist jedoch möglich, Entzündungsprozesse zu schmälern und bei Osteoporose vorzubeugen.

Die Stoffe, die Entzündungen in den Gelenken hervorrufen, werden aus Arachidonsäure gebildet. Das ist eine Säure, welche vom Körper aus der Omega-6-Fettsäure Linolsäure gebildet wird. Empfohlen wird eine Aufnahme von maximal 350 mg Arachidonsäure durch die Nahrung. Alles was darüber hinaus aufgenommen wird, kann der Körper fast zu 100% für die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe nutzen.

Arachidonsäure findet sich ausschließlich in Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Einen Überblick über Lebensmittel und den Gehalt an der Säure könnt ihr der nachfolgenden Tabelle entnehmen.

 

(Quelle: EUCELL, URL: https://bit.ly/2OWvpF0)

 

Möglichkeiten, die bei übermäßigem Verzehr schädliche Säure zu verdrängen, ist die gleichzeitige höhere Aufnahme von Eicosapentaensäure (EPA). Dies ist eine Omega-3-Fettsäure, die vor allem in Seefisch und in Pflanzenölen vertreten ist. Chemisch-strukturell betrachtet sind EPA und Arachidonsäure bis auf eine Doppelbindung gleich aufgebaut. Diese Ähnlichkeit bringt den Vorteil mit, dass die EPA im Stoffwechsel verdrängend wirken kann.

Des Weiteren können natürliche Antioxidantien wie bspw. Vitamin E und Vitamin C die Bildung von Entzündungsstoffen aus Arachidonsäure mindern.

Fazit

Auf eine vollwertige Ernährung, wie sie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, sollte geachtet werden. Ganz wichtig für die Bekämpfung von Osteoporose und anderen gelenkangreifenden Erkrankungen, ist der Abbau von Übergewicht. Hohes Körpergewicht belastet die Gelenke und Knochen noch zusätzlich.

Bei entzündlichen Prozessen ist es wichtig Stoffe zu reduzieren, die wiederum entzündungsfördernde Botenstoffe bilden können. Allem voran ist hier die Arachidonsäure gemeint. Des Weiteren sollten folgende Punkte einer vollwertigen Ernährung größtenteils eingehalten werden:

  • Arachidonsäurereiche Lebensmittel wie Innereien ganz meiden, Fleisch und Wurstwaren sowie Eier einschränken (z.B. den Fleischkonsum auf zwei kleine Mahlzeiten pro Woche begrenzen)
  • Auf tierische Koch- und Streichfette ganz verzichten; stattdessen pflanzliche Fette und Öle, die reich an alpha-Linolensäure sind (Raps-, Walnuss- Sojaöl) verwenden
  • Zweimal pro Woche Seefisch (z.B. Tunfisch, Hering usw.), um den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren zu decken, verwenden
  • Gute Calciumlieferanten wie fettarme Milch, Milchprodukte und Käse sowie calciumhaltige Mineralwässer (>150 mg Calcium pro Liter), sollten, um einer Osteoporose vorzubeugen, bei der täglichen Speiseplanung nicht fehlen
  • Getreide- und Vollkornprodukte, Reis und Kartoffeln können uneingeschränkt verzehrt werden
  • Sojagerichte, die auch einen guten Fleischersatz darstellen, können den Speiseplan ergänzen
  • Täglich Gemüse und Obst verzehren, da diese Lebensmittel wichtige Vitamine und Mineralstoffe liefern
  • Hülsenfrüchte die Eiweiß und Gemüse die Calcium liefern (z.B. Lauch, Mangold, Fenchel, Broccoli, Spinat, Grünkohl) sowie Nüsse, als Lieferanten von günstigen Fettsäuren und Spurenelementen, können uneingeschränkt verzehrt werden

Quellen:
WHO, URL: http://www.who.int/chp/topics/rheumatic/en/, Zugriff am: 12.10.2018

Rheuma-Liga, PDF: https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/1.1_Was_ist_Rheuma.pdf, Zugriff am: 12.10.2018

Rheuma-Liga Hessen, URL:https://www.rheuma-liga-hessen.de/hilfe-bei-rheuma/tipps-fuer-die-praxis/ernaehrungstipps-bei-rheuma/, Zugriff am: 12.10.2018

Über den Autor: Melanie Meyer

Ernährungswissenschaftlerin bei NaturaForte®

Melanie Meyer absolvierte ihr Studium zur Oecotrophologin an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. 2018 legte sie erfolgreich die entsprechenden Prüfungen zur Erlangung des Hochschulabschlusses ab.

Seit 2018 besucht sie den Lehrgang zur zertifizierten Ernährungsberaterin bei der DGE in Bonn, welchen sie Ende desselbigen Jahres absolvieren wird. Stetige Fort- und Weiterbildungen im Bereich der Humanernährung und Ernährungsmedizin sind dadurch gewährleistet.

Bei NaturaForte® ist sie für die allgemeine Kundenberatung, Fragen zur Ernährung und Produktentwicklung zuständig.


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